Sonntagnachmittag in Wien. Der Schock für nachhaltige Kleinunternehmen wie uns ist groß. Ministerin Hartinger-Klein (FPÖ) will den Vertrieb von Lebensmitteln und Kosmetika mit Cannabinoiden verbieten. Die Ministerin verweist in einer Presseaussendung auf die EU-Verordnung zu Novel Foods. Die EU-Kommission allerdings weist die Behauptung zurück, dass durch diese Verordnung der Vertrieb untersagt sei. Lediglich Produkte die künstlich mit CBD angereichert seien, würden unter die Verordnung fallen. Natürliche Produkte wie unsere, sollten also eigentlich weiter verkäuflich seien. Das Gesundheitsministerium widerspricht dieser Auffassung. Kund_innen und Unternehmer_innen sind verunsichert.

Für viele Unternehmen in Österreich würde das bedeuten, dass sie unzählige Angestellte in eine unsichere Zukunft entlassen müssten. Auch für die Kund_innen vieler nachhaltiger Kleinunternehmen wie dem unseren, würde diese Interpretation der Verordnung negative Folgen haben. Patient_innen könnten so die heilsamen CBD-Produkte nur noch zu vermutlich sehr viel höheren Preisen in Apotheken erhalten. Ein logischer Grund hinter dem Verbot lässt sich nicht erkennen, besonders da man CBD-Blüten weiterhin rauchen dürfen soll. Nur als Tee sollen Patient_innen es zukünftig nicht mehr trinken dürfen.

Die Pressemitteilung hat einen bitteren Beigeschmack, scheint sich die FPÖ-Ministerin doch zum wiederholten Male weniger für die Gesundheit der Österreicher_innen zu interessieren, als viel mehr für die Interessen von Big Pharma. Erst kürzlich war sie wegen ihres Zurückruderns in Bezug auf das Rauchverbot in Gaststätten in den Schlagzeilen gewesen.

Die Situation ist ungewiss, sowohl für viele Mitarbeiter_innen als auch für Menschen, die auf die positiven Wirkungen von CBD angewiesen sind. CBD bietet vielen Patient_innen eine gut verträgliche, nachhaltige, sanfte Alternative zu chemischen Präparaten und verschafft ihnen Linderung. Glücklicherweise sind wir weiterhin in der Lage unsere natürlichen Produkte zu exportieren und an Kund_innen in anderen europäischen Ländern zu verschicken.

Wir fordern Ministerin Hartinger-Klein auf für Klarheit zu sorgen und ihre Haltung zu Hanf-Produkten zu überdenken.

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