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Was ist selektiver Mutismus bei Kindern?

Selektiver Mutismus bedeutet, dass Kinder schweigen – auch in Situationen, in denen sie eigentlich sprechen könnten oder sollten.

Selektiver Mutismus tritt häufiger auf, als man denkt. Bei vielen Kindern tritt er ganz plötzlich in Erscheinung und nicht alle Eltern erkennen diese Krankheit sofort.

Selektiver Mutismus bedeutet, dass Kinder schweigen – auch in Situationen, in denen sie eigentlich sprechen könnten oder sollten.

Wenn solche Episoden auftreten, reagieren Eltern nicht immer korrekt. Es ist wichtig zu wissen, wie wir unsere Kinder in solchen Situationen richtig behandeln sollten.

Selektiver Mutismus kann zu Stress führen und dazu, dass wir schnell die Geduld verlieren. Psychologen weisen jedoch darauf hin, dass es sich dabei um eine Störung handelt, die behandelt werden muss, um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Das bedeutet für uns: Wenn wir aufhören, auf selektiven Mutismus zu reagieren, kann er sich verschlimmern.

Spezialisten raten dazu, einen Fachmann aufzusuchen, sobald wir Symptome dieser Krankheit bemerken. In diesem Artikel erklären wir dir, wie genau sich selektiver Mutismus manifestiert und wie man sich verhalten sollte, wenn ein Kind diese Anzeichen zeigt.

Selektiver Mutismus: Symptome

Laut Psychologen manifestiert sich selektiver Mutismus nicht nur in isolierten Episoden, in denen das Kind nicht sprechen will. Auch andere Situationen und Anzeichen können darauf hinweisen, dass ein Kind an dieser Krankheit leidet.

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Angst und Nervösität in Gegenwart von Fremden oder Menschen, die das Kind nicht gut kennt
  • Ständige Schüchternheit 
  • Unfähigkeit oder Schwierigkeiten, in einer bestimmten Umgebung zu reden. Zum Beispiel bei der Ankunft in der Schule, im Park oder an anderen öffentlichen Orten. Dabei hat das Kind zu Hause keinerlei Probleme mit dem Sprechen und Kommunizieren mit Familienmitgliedern oder Freunden.

Um festzustellen, ob sich diese Störung auch auf dein Kind auswirkt, solltest du darauf achten, ob sich dein Kind bereits für länger als einen Monat so verhält. Denn diese Symptome sind leicht mit Situationen zu verwechseln, in denen sich das Kind an eine neue Umgebung anpassen muss. Zum Beispiel beim ersten Schultag.

Es ist vollkommen normal, dass manche Kinder in bestimmten Situationen schüchtern sind oder anscheinend nur widerstrebend reden. Es tritt erst dann ein wirkliches Problem auf, wenn sich dieses Verhalten wiederholt und über einen Zeitraum von mehreren Monaten auftritt.

Wie selektiver Mutismus behandelt werden kann

Der Schlüssel liegt in der Reaktion auf diese Verhaltensweise des Kindes. Wenn wir nicht genug haben, könnten wir unbeabsichtigt psychologischen Schaden verursachen.

Betroffene Kinder haben keine Kontrolle über die Situation. Um ihnen zu helfen, empfehlen Experten einige konkrete Schritte.

„Eine klare Umgebung macht die Bedeutung leichter zugänglich“     

– J. G. T. Van Dalen –

  • Dein Kind sollte stabile soziale Beziehungen haben, die es unterstützen können. In dieser Hinsicht ist es förderlich, wenn Familie und enge Freunde von dem Problem deines Kindes wissen, damit alle zusammenarbeiten können, um deinem Kind zu helfen.
  • Eine Lerngruppe oder das Spiel mit Freunden kann hilfreich sein. Ermutige dein Kind dazu, Zeit mit Gleichaltrigen zu verbringen.
  • Ein entscheidender Faktor zur Lösung des Problemes ist die Stärkung des Selbstwertgefühls deines Kindes. Vermeide es, dein Kind übertrieben zu behüten, da dies sein Selbstvertrauen vermindern könnte. Wenn es selbst kleine Aufgaben erledigen kann, wird dies dabei helfen, dass dein Kind seinen eigenen Fähigkeiten vertraut. Darüber hinaus liefern diese Aufgaben Gesprächsstoff mit anderen Kindern.

Die richtige Kommunikation ist wichtig

  • Zeige offen, wie sehr du die Errungenschaften deines Kindes anerkennst. Dadurch wird es lernen, seine guten Eigenschaften wertzuschätzen und sich selbst mehr zu respektieren – und auch, dass es von anderen positiv wahrgenommen werden kann.
  • Bei dieser Neigung ist es wichtig, besonders auf die Kommunikation zwischen Eltern und Kind zu achten. Höre ihm aufmerksam zu, damit es den Mut und das Interesse aufbringt, mit dir zu sprechen.Manchmal suchen Kinder nicht das Gespräch mit ihren Eltern. Das liegt daran, dass sie glauben, von ihnen sowieso keine Aufmerksamkeit zu bekommen.
  • Noch wichtiger als die Aufforderung zum Kommunizieren ist das Loben, wenn dein Kind das Gespräch sucht. Vermeide es, dein Kind zu kritisieren, wenn es nicht oder nur selten sprechen will. Dein Ziel sollte sein, dein Kind zum Reden zu ermutigen. Es muss nicht immer sofort alles perfekt sein.
  • Vergleiche mit Geschwistern oder anderen Kindern sind in diesen Sitationen besonders schädlich. Lass dein Kind reden, wenn es will – und nicht, weil es andere nachahmen soll.
  • Vermeide es, dein Kind als „schüchtern“ zu bezeichnen, wenn es die Symptome von selektivem Mutismus zeigt. Etiketten und Schubladen sind genauso schädlich wie Druck oder das Ignorieren der Probleme.

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